9 Haziran 2015 Salı

ÖZKAN GÜZEL IST SEIT 8. MAI IM HUNGERSTREIK!


ÖZKAN GÜZEL IST SEIT 8. MAI IM
HUNGERSTREIK!

SCHREIBT AN DIE JVA ESSEN UND FORDERT DIE BEENDIGUNG DES ZWANGS ZUM TRAGEN DER GEFÄNGNISUNIFORM!

Protestnote an:
Justizministerium der
Bundesrepublik Deutschland
z.Hd. Herrn Bundesminister
Heiko Maas
Telefax: +49 30 18 580-9525 
E-Mail: presse@bmjv.bund.de
                       JVA Essen
                       Telefon: +49 201 7246-0
                       Fax: +49 201 7246-415 
                       E-mail: Poststelle@jva-essen.nrw.de

Ich möchte hiermit meinen Protest gegen die höchst undemokratischen, entwürdigenden Maßnahmen gegenüber dem aus politischen Gründen in der Justizvollzugsanstalt Essen inhaftierten Özkan Güzel zum Ausdruck bringen.


Herr Güzel befindet sich seit 8. Mai 2015 im unbefristeten Hungerstreik, weil ihm dort offenbar Anstaltskleidung aufgezwungen wird.

Der Wernicke Korsakoff-kranke Özkan Güzel, der bereits in der Türkei wegen menschenunwürdigen Bedinungen einen Hungerstreik führte und einer Zwangsernährung ausgesetzt wurde, ist gesundheitlich schwer angeschlagen.

Obwohl ihm aus gesundheitlichen Gründen (eine Ader in seinem Gehirn ist zudem verstopft) eigentlich Haftunfähigkeit bescheinigt werden müsste, befindet er sich weiterhin willkürlich im Gefängnis.

Darüber hinaus sind wir darüber informiert wordeen, dass ihm beim Hungerstreik Zucker und Salz entzogen wurden. Demnach führt er den Hungerstreik also nur mit Wasser durch, was bleibende Schäden und sogar den Tod beschleunigen könnte.

Erst kürzlich sah sich die Gefangene Gülaferit Ünsal in der JVA Pankow wegen Schikanen und Entzug ihrer kommunikativen Rechte gezwungen für einen Zeitraum von 54 Tagen in den Hungestreik zu treten,


bis ihr diese legitimen Forderungen zugesprochen wurden.

Wir rufen Sie hiermit auf, die Proteste und die Forderungen von Özkan Güzel umgehend ernst zu nehmen und nicht wie die Behörden in Berlin mehr als 50 Tage vergehen zu lassen, um dem Anliegen des Gefangenen nachzukommen.

Neben der JVA Essen sind Sie als Bundesminister der Justiz für das Leben und die Gesundheit der Gefangenen, die sich in akuter Gefahr befinden verantwortlich.

Ich möchte gleichzeitig festhalten, dass jegliches Zwangsmittel zur Beendigung des Hungerstreiks mit Folter gleichzusetzen ist - eine Folter der Herr Güzel bereits in der Türkei zum Opfer gefallen ist.

Die Behörden nehmen damit bewusst das Leben und die Unversehrtheit der Gefangenen in Kauf. Davor warne ich ausdrücklich!

Ich bleibe wachsam und hoffe, dass die Behörden diese Warnrufe ernst nehmen und ihrer Verantwortung nachkommen werden....